Was bringt der Frühling? Keine Kinder!

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Rene Ziegler Uni Tübingen Psychologie PrivatbildDas Statistische Landesamt Baden-Württemberg führt Buch darüber, ob es in einzelnen Monaten im Land mehr oder weniger Geburten, Eheschließungen und Todesfällen gab und gibt. Mit dem Mythos, dass die Menschen vor allem jetzt im Frühjahr die künftigen Bevölkerungszahlen durch Eigen-Initiative kräftig anheizen, räumen die Demografen auf: Es sind nämlich die Spätsommermonate (Juli, August und September) die geburtenstärksten Monate seit 1980 – und demnach haben sich Paare vor allem in den Monaten Oktober, November und Dezember zu einer Familie entschlossen. Im Jahr 2013 waren zum Beispiel im Februar und März die wenigsten Geburten.


Die meisten Eheschließungen fanden 2013 auch nicht im Frühling, sondern in den Monaten August, Mai und Juli statt. Der Dezember war ebenfalls recht beliebt – aber lang nicht so sehr wie im vorigen Jahr. 2012 heirateten 6900 Paare im Dezember, allein 2069 von ihnen am „Schnapszahl-Datum“ 12. 12. 2012. Das sind etwa 62-mal mehr Hochzeiten als an einem normalen Mittwoch.
Die meisten Todesfälle treten übrigens im Winter auf – da der Körper durch Kälte geschwächt und angreifbarer ist. Besonders ältere Menschen sterben dann an Herz-, Kreislauf- und Atemwegserkrankungen. 2013 wurde der März als Monat mit den meisten Todesfällen verzeichnet: Er gehörte zu den sechs kältesten März-Monaten seit 1881.

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Sophia Juraschitz

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