Review: The Legend of Zelda: A Link between Worlds

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The Legend of Zelda: A Link between Worlds LogoNachdem sich die Zelda-Reihe über die Jahre festgefahren hatte, bricht Nintendo mit dem neuesten Teil vermeintlich feste Konventionen auf und bringt uns mit einer Fortsetzung zum Klassiker A Link to the Past ein Abenteuer, das nostalgisch und trotzdem völlig neu ist.

 

Titel: The Legend of Zelda: A Link between Worlds
Plattform: Nintendo 3DS
Genre: Action-Adventure
Entwickler: Nintendo
Publisher: Nintendo
Erschienen: 22. November 2013

Story

Etwa 100 Jahre nach den Ereignissen von A Link to the Past trifft der junge Lehrling Link auf eine neue Bedrohung für das Königreich Hyrule: Ein mysteriöser Zauberer namens Yuga verwandelt Personen in leblose Gemälde.
zlCfzRam68Q2J_z01f Als Link beim ersten Aufeinandertreffen bewusstlos geschlagen wird, wird er von Ravio, einem Händler im Hasenkostüm, gerettet. Dieser nistet sich bei Link zur Untermiete ein und eröffnet in seinem Haus einen Itemladen. Als Dank dafür erhält Link einen magischen Armreif, der ihm das Leben rettet, als er bei einem erneuten Aufeinandertreffen mit Yuga in ein Gemälde verwandelt wird… Fortan hat Link die Kraft, sich willentlich in ein Gemälde und wieder zurück zu verwandeln.
Und diese Kraft braucht er auch, denn nicht nur das Königreich Hyrule ist in Gefahr – Als Yuga Prinzessin Zelda in ein Gemälde verwandelt, folgt Link ihm durch einen Dimensionsriss in eine Parallelwelt: Das Königreich Lorule. Dieses Königreich ist nach der Zerstörung seines Triforce in eine düstere, von Monstern beherrschte Welt zerfallen. Und Yuga hat mit den entführten Hylianern Pläne, die beide Welten in ihrer Existenz bedrohen…

Gameplay

Wer den Vorgänger A Link to the Past gespielt hat, wird sich in A Link between Worlds heimisch fühlen, denn die Oberwelt ist mit der des Vorgängers identisch – auf den ersten Blick. Hinter dem bekannten Äußeren verbirgt sich eine neue Welt gespickt mit unzähligen Dungeons, die The Legend of Zelda: A Link Between Worldsder Spieler zum ersten Mal seit langer Zeit in beliebiger Reihenfolge absolvieren kann. Und genau hier liegt der Clue.
Während man in den vorigen Teilen der Reihe neue Items in den Dungeons fand und so an eine bestimmte Reihenfolge gebunden war, hat man nun recht früh im Spiel die Möglichkeit, sich nahezu sämtliche Items von Ravio zu leihen und so die gesamte Oberwelt nach belieben zu erkunden. Stirbt man aber, verliert man die Items wieder – Es sei denn, man hat sie für einen höheren Preis von Ravio abgekauft. zlCfzRTt9TIRCOsDq1Dann hat man auch die Möglichkeit, das Item zu verbessern, wodurch beispielsweise der Enterhaken eine höhere Reichweite erhält oder der Bogen drei Pfeile auf einmal abschießen kann.
Die Verwendung aller Items schlägt auf die Ausdauerleiste, die sich langsam wieder von selbst regeneriert. Das heißt auch dass man diesmal ohne Bedenken Bomben und Pfeile verwenden kann, ohne sich Sorgen über Munition zu machen.

lbw_screenshot_2dEbenfalls auf die Ausdauerleiste geht Links neueste Fähigkeit: Sich selbst in ein Gemälde zu verwandeln und an Wänden entlang zu gehen. So kann er Abgründe überqueren, sich an Gegner vorbeischleichen und selbst durch engste Spalten schlüpfen. Zudem erlaubt diese Fähigkeit ihm, durch die zahlreichen Dimensionsrisse zwischen Hyrule und Lorule hin- und herzuwandern und weltenübergreifende Rätsel zu lösen.

Die Rätsel sind diesmal besonders gut integriert: In den Dungeons von A Link between Worlds werden das Potential der Items und der Gemälde-Fähigkeit volthelegendofzelda_alinkbetween_worlds_enterhakenl ausgeschöpft; oft muss man mehr als nur einmal um die Ecke denken. Neben den insgesamt zwölf großen Dungeons ist die Welt zudem mit unzähligen Minidungeons gespickt, an deren Ende Herzteile oder Schätze warten. All dies addiert sich zu einem Open-World-Spiel voller Entdeckungen, wie man es in der Zelda-Reihe lange nicht mehr gesehen hat.

Das StreetPass-Feature des 3DS hat Nintendo auch nicht ignoriert: Früh im Spiel kann der Spieler eine Kopie seiner Figur mit aktueller Ausrüstung, Energie und Items erstellen und über StreetPass im Vorbeigehen mit anderen Spielern austauschen. Deren Figur taucht als Schattenlink im eigenen Spiel auf, den man bekämpfen und dabei eine ordentliche Menge an Rubinen gewinnen kann. 3DS_ZeldaLBW_NBD_StreetPass_04Außerdem kann man durch das Erfüllen verschiedener Aufgaben StreetPass-Medaillen sammeln.

Wer Herausforderungen liebt, kann sich zudem auf den Heldenmodus freuen: Dieser wird nach dem ersten Durchspielen freigeschaltet und lässt Gegner den vierfachen Schaden austeilen, was das Spiel nochmal eine Ecke kniffliger macht. Zudem findet sich im Heldenmodus auch das ein oder andere neue Geheimnis

Grafik & Sound

Grafisch orientiert sich A Link between Worlds 3DS_ZeldaLBW_NBD_Hildaan seinem Vorgänger, dessen Charme perfekt eingefangen und wunderbar in 3D umgesetzt wurde. Im normalen Spielverlauf hat man die klassische Vogelansicht, sobald man sich aber in eine Wand begibt oder eine der detailreich animierten Zwischensequenzen ansieht, schwenkt die Kamera um und man sieht die 3D-Grafik in voller Pracht. Grafikfetischisten können sich übrigens freuen: Selbst im stereoskopischen 3D läuft das Spiel flüssig auf 60 Frames pro Sekunde.

Die Musik gehört zu dem besten, was die Reihe zu bieten hat. Klassische Tracks wurden neu aufgelegt und durch neue Kompositionen ergänzt, langjährige Fans werden ihre Freude daran haben. So oder so – der Soundtrack ist so vielfältig wie er hochwertig ist. Am besten ist es, das Spiel vollständig mit Kopfhörern durchzuspielen. Ich habe mich selbst dabei ertappt einige der Melodien aus dem Spiel noch lange als Ohrwurm mitzutragen.

FazitThe_Legend_of_Zelda_A_Link_Between_Worlds_poster_artwork

Nachdem die Zelda-Reihe länger stagnierte, haben die Entwickler erfolgreich alte Konventionen aufgebrochen und ein Spiel entwickelt, das das Feeling der alten Teile zurückbringt und dennoch frisch ist. Die neuen Features bringen neue, einzigartigen Gameplaymöglichkeiten, während Musik und Grafik zum schönsten zählen das Zelda zu bieten hat.
A Link between Worlds ist eines der besten Spiele der Reihe und ein Must Have für jeden 3DS-Besitzer.

 

 

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Flugplatz-Autor und -Karikaturist seit 2010, seit 2012 Mediengestalter-Azubi beim Schwäbischen Tagblatt. Ich schreibe am liebsten über Kunst, Wissenschaft und Videospiele und sorge dafür, dass auf der Homepage alles rund läuft.

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