„Manchmal kostet es Überwindung, morgens wieder aufzustehen“

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OLYMPUS DIGITAL CAMERASeit vier Jahren schon bindet sich Sylvie Hamlescher zwei bis drei Mal pro Woche abends die Schürze um und schnappt sich ihr Tablett. Die 26-Jährige, die an der Uni Tübingen im zehnten Semester Geschichte und Französisch auf Lehramt studiert, arbeitet neben ihrem Studium als Kellnerin an der Bar im Irish Pub in Tübingen. Auf die Weise finanziert die gebürtige Calwerin sich ihre Wohnung in Tübingen.

Natürlich ist es manchmal nicht leicht, Studium und Job unter einen Hut zu bekommen, gibt sie zu: „Es ist schwierig, einen geregelten Tagesablauf hinzubekommen. Und wenn man abends oder nachts arbeitet, kostet das Aufstehen morgens oftmals Überwindung.“

Richtig stressig wird es dann, wenn es auf die Zwischenprüfungen oder den Studienabschluss zugeht und Sylvie Hamlescher, anstatt abends zu lernen, arbeiten muss.

Auch wenn es manchmal Situationen oder Gäste gibt, die nicht so angenehm sind: Eigentlich macht der Job ihr Spaß. Mit ihren Kollegen versteht sie sich gut, und die Arbeit ist für sie ein willkommener Ausgleich zum Studium. Im Pub, so erklärt sie, sie sie in Bewegung und sehe jeden Abend, dass sie was gearbeitet hat.

Leuten, die diesen Job auch machen wollen, empfiehlt Sylvie auf jeden Fall, ein gewisses Maß an Teamfähigkeit und Flexibilität mitzubringen. Außerdem sei es sehr wichtig, die Gäste in jeder Situation freundlich und höflich zu behandeln. Hilfreich ist es auch, wenn man offen dafür ist, neue Erfahrungen zu sammeln und Neues dazuzulernen, denn dann kann man aus diesem Job auch wertvolle Sachen für sich selbst mitnehmen. Man lerne zum Beispiel, Schüchternheit zu überwinden und auf Leute zuzugehen.

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Melanie Föll