Im Lande der Hot Spots

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Zwischen Cyber-Füllhorn und Cyber-krieg

Zwischen Cyber-Füllhorn und Cyber-krieg

Wo gibt’s das schon: Die Stadt Tel Aviv bietet kostenloses W-LAN für Jedermann, in Überland-Bussen gilt dasselbe. Israel investiert zudem viel in die Internet-Sicherheit.

Die Versorgung ist ziemlich beeindruckend: Wer in Israel mit einem Smartphone oder Tablet-Computer unterwegs ist, findet meistens kostenloses W-LAN. Restaurants, Cafes und Hotels verschlüsseln ihr „WiFi“ oft nicht, so dass auch Nichtgäste Zugang dazu haben. Sehr nützlich! Oft schon saß ich mit meinem Handy in der Hand oder meinem Netbook auf dem Schoß vor einem dieser Cafes in Jerusalem, wenn bei uns in der Wohnung das Internet mal wieder nicht funktionierte.
Noch mehr Hot Spot-Luxus bietet Tel Aviv: mit freizugänglichem Netz in der ganzen Stadt, gesponsort von der Stadt. In der ganzen Stadt? Erfahrungsgemäß funktioniert dieser Hotspot nicht überall – aber besser als nichts. Auch die meisten Überlandbusse haben kostenloses Internet. Was wären die Busfahrten langweilig ohne diese Einrichtung!
Andererseits sind nicht ohne Grund viele Firmen für Internetsicherheit in Israel ansässig. Sie schießen wie Pilze aus dem Boden. Warum? Sicherheit hat hier oberste Priorität. Verständlich in einem Land, das sich jederzeit von einem Krieg bedroht fühlt. Auch die Angst vor einem Cyber-Krieg ist groß. Mit dem „CyberGym“ hat Israel eine Hackerschule gegründet, die ihre Schüler sowohl in der Verteidigung als auch im Angriff für den Falles eines Cyber-Kriegs ausbildet. Die Warnungen vor einem solchen Krieg kommen von höchster Stelle: Sicherheitsdienste sprechen von großangelegter Industriespionage von chinesischen Hackern, Netanyahu beschuldigte den Iran, Israels Internet lahmlegen zu wollen. Gleichzeitig wird die Stärke Israels auf diesem Gebiet betont: Man sei gewappnet, heißt es.

Von Ruth Juraschitz

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Ruth Juraschitz

Langsam zähle ich beim Flugplatz doch zu den alten Hasen. Schließlich bin ich seit 2010 dabei. Ich bin 21 Jahre alt, habe 2012 Abitur gemacht und ich liebe es zu schreiben. Deswegen bin ich ja auch beim Flugplatz gelandet.

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