Anhaben und Sein (1): Das Outfit von Gebhard Fürst, Bischof von Rottenburg

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Bischof Gebhard Fürst in schwarzer Amtstracht. Bild: Metz

Für den Rottenburger Bischof Gebhard Fürst gibt es keinen Grund sich zu fragen, was er da eigentlich tagtäglich anhat – schließlich ist es schon seit Jahrhunderten so bestimmt, dass Bischöfe ein Gewand als Symbol für ihre Nähe zu Gott tragen.

So steht Fürst etwa, wenn er einen Gottesdienst hält, mit einem farbigen Gewand, einem Bischofsstab, einem festlichen Kreuz und einem auffälligen Hut, der Mitra, in der Kirche. Der Bischof, der bereits 14 Jahre im Amt ist, erklärt sein prachtvolles Outfit so: „Schöne Gewänder für schöne Feiern.“ Zu jeder Feierlichkeit im Kirchenjahr gibt es ein anderes Gewand. Zu größeren Feierlichkeiten trägt der Bischof etwa ein rotes Gewand und in der Zeit des Advents trägt Fürst sogar violett als Zeichen der Erwartung. „Mein Kleiderschrank ist voll solcher Gewänder, die alle nach Farben sortiert sind, wie das Kirchenjahr“, sagte er. Zu kaufen sind die Gewänder in speziellen Läden oder auch auf Kirchenmessen. „Wie viel ein Bischofsgewand kostet, weiß ich nicht genau“, gibt Gebhard Fürst zu. Zahlen muss er seine Arbeitskleidung nicht selbst.
Fürst braucht nur alle acht bis zwölf Jahre neue Amtskleidung, die für die Messe bestimmt ist. Selbst wenn der Bischof unterwegs ist, kleidet er sich so, dass er für alle als Bischof erkennbar ist: Meist sieht man ihn dann in Schwarz. Für ihn ist es ganz normal, so jeden Tag auf die Straße zu gehen. Übrigens: Wenn etwas an der Kleidung kaputt geht, könnte Fürst das wertvolle Teil auch selbst reparieren lassen: Er bekommt nämlich, sagt er, rund 8000 Euro im Monat.

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Stella Reinartz

Geboren bin ich 1998 in Köln, heute wohne ich in Haigerloch und gehe auf die St. Klara Schule in Rottenburg. Ich habe Spaß am Schreiben, daher bin ich nach meinem Praktikum beim "Schwäbischen Tagblatt", beim Flugplatz gelandet. 🙂